Die Andacht zum Anschauen auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=meamjUO1Bsc

 

(Vorspiel: „Der Mai ist gekommen…“)

 

Begrüßung

Ich begrüße Sie und Euch aus der St. Urbani-Kirche in Munster zu einer kleinen biblischen Besinnung zum Mai-Feiertag, die sonst

immer mit dem Aufstellen des Maibaumes in der Ortschaft Trauen bei Munster verbunden ist, weshalb ich die Bewohner Trauens bei diesem kleinen geistlichen Anstoß auch ganz besonders vor Augen habe und eben auch ganz besonders willkommen heiße.

Für die passende Musik sorgt auch heute unser Kantor Daniel Heinrich.

Wir beginnen diese kleine Besinnung im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

 

Am 1. Mai geht es im Allgemeinen um den Sinn der Arbeit und um den Beginn der warmen Jahreszeit;

zu Beginn des Mai-Monats 2020 außerdem um Entschleunigung und

um Gemeinschaft trotz körperlicher Distanz.

Es geht also um Arbeit als Brot-Erwerb und um einen gerechten Lohn dafür;

es geht um das Begrüßen des Frühlings und der dazugehörigen Gefühle bei Mensch und Tier;

es geht dieses Jahr für Viele ganz stark um eine oftmals erträumte, jetzt aber von oben einfach mal angeordnete Form von Entschleunigung;

und es geht darum,

wie man Gemeinschaft mit seinen Mitmenschen und vielleicht auch mit Gott pflegt, wenn Treffen mit den Lieben, die nicht in der Wohnung mit leben, nicht erwünscht und gemeinsame Gottesdienste sogar verboten sind…

 

Vieles von alledem kommt auch im Text des Frühlings-Chorals „Wie lieblich ist der Maien“ vor, das im EG unter der Nummer 501 zu finden ist.

Wir hören nach und nach drei Strophen davon und können gerne auch selber mitsingen: zunächst also vom Lied 501 die Strophe 1!

 

EG 501,1…

 

Der Mai wird in Strophe 1 als Wonne-Monat besungen:

Alle – Mensch und Tier - freuen sich, weil die Natur erwacht;

die Vögel zwitschern, weil es überall grünt und blüht…

… Die Lied-Strophe schreibt all dieses Schöne unserm Gott zu, dem Schöpfer der Welt…

Deshalb loben in diesem Vers die Menschen Gott, und sogar die Vögel singen nicht nur einfach so: Auch sie loben mit ihrem Gesang ihren Schöpfer im Himmel…

 

Wir machen weiter mit der ebenfalls gut verständlichen Strophe 3:    

 

EG 501,3…

 

Die dritte Strophe ist ein vertontes Gebet:

Der Mensch, der da betet,

bittet Gott, ihm die finsteren Gedanken zu nehmen, die ihn offensichtlich manchmal überkommen.

… Das ist ein sehr aktuelles Gebetsanliegen, das im Zuge der Corona-Krise sicher so mancher aus tiefstem Herzen teilt.

Die betende Person bittet Gott außerdem, ihr zu helfen,

dass sie den Humor auch in einer unangenehmen Lage nicht verliert,

sondern fröhlich im Geist bleibt und von dieser Unverdrossenheit und diesem Vertrauen in die Zukunft auch anderen etwas abgeben kann…

 

Wir singen die 4. Strophe:

 

 

 EG 501,4

 

Hier geht es nun um die Arbeit und dass sie gesegnet sein möge.

Die betende Person bittet Gott um Kraft, damit sie ihre Aufgaben gut ausführen kann und etwas Gutes dabei herauskommen möge…

… Dabei kann es darum gehen, dass eine Frau, die mit den Kindern alleine zu Hause ist, weil Schule und KiTa geschlossen sind, Gott um Kraft bittet, dass sie das Homeoffice, das Home-Schooling und die Kleinkind-Betreuung irgendwie unter einen Hut bekommt, ohne verrückt zu werden…

Es kann sich auch um jemanden handeln, der im Krankenhaus oder im Rettungsdienst eine Sonderschicht nach der anderen machen muss.

Vielleicht ist es auch eine Person, die gerade in Kurzarbeit ist, die nicht weiß, ob das Geld langen wird, und die erstmal lernen muss, sich die Zeiten am Tage selber einzuteilen, um wenigstens aus der Entschleunigung noch was möglichst Gutes zu

machen.

… „Wie lieblich ist der Maien…“

Ja, das Wetter war immerhin tatsächlich lieblich in den letzten Wochen…

Möge Gott unsere Gebete erhören und allen vom Kontakt-Verbot besonders betroffenen Menschen Kraft und Ideen schenken,

auch in dieser Zeit durch das eine oder andere Medium, bis hin zum selbst verfassten Brief, Kontakt zu denen zu halten, die ihnen lieb sind, … und im Gebet auch zu Gott!

                                 Amen.    

Wir beten:

 

Lieber Gott!

Sei allen nahe, die sich Kraft und Stärkung von Dir erhoffen!

Hilf ihnen, in diesen besonderen Tagen und Wochen den Kontakt zu den Ihren auf die eine oder andere Weise zu halten.

Verhilf uns zu guten Ideen und lass uns auch die nicht vergessen, denen es weit schlechter geht als uns hier im Gott sei Dank sehr gut aufgestellten Deutschland…

… Gemeinsam sprechen wir:

Vater unser im Himmel!

Geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden!

Unser tägliches Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldiger.

Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen, denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

 

Es segne und behüte Euch alle der dreieinige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.