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Liebe Leserinnen und Leser!

An diesem Sonntag zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten geht es um zwei Dinge: um Gebet und um Aufbruch.

Dem Thema „Gebet“ hat dieser Sonntag auch seinen Namen zu verdanken. „Exaudi!“   Das lateinische Wort audi heißt „Höre!“

Das Wort exaudi verstärkt diesen Wunsch noch: „Höre doch bitte!“

Diese Zeile stammt aus Psalm 27 und steht dort in Vers 7:

Die Verse 1 + 7 lauten:

„Der Herr ist mein Licht und mein Heil; vor wem sollte ich mich fürchten?

Der Herr ist meines Lebens Kraft; vor wem sollte mir grauen?

… Herr, höre meine Stimme, wenn ich rufe; sei mir gnädig und antworte mir!“

   Diesen Wunsch haben auch Viele von uns in diesen Wochen und Monaten:

   Dass Gott ein Einsehen haben und uns gut durch diese Zeit bringen möge!

         So geht es hier wie schon letzten Sonntag sehr stark ums Beten;

aber es geht zugleich auch um einen Aufbruch,

um einen Aufbruch, der sich aus der Kraft entwickelt,

die so mancher aus dem Beten für sich und seine Mitmenschen ziehen kann.

Vom Aufbruch hören wir auch in einigen der Verse des Evangeliums für diesen Sonntag etwas.

 

So lesen wir im Johannes-Evangelium in Kp. 16 u. a. folgende Verse:

Jesus sprach zu seinen Jüngern:

„Jetzt geh ich hin zu dem, der mich gesandt hat.

Ich sage euch die Wahrheit:

Es ist gut für euch, dass ich weggehe.

Denn wenn ich nicht weggehe,

kommt der Tröster nicht zu euch.

Wenn ich aber gehe, werde ich ihn zu euch senden.

… Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit,

 wird er euch in aller Wahrheit leiten.

… Was er hören wird, das wird er reden

und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen…“  (Amen.)

 

Bei der Himmelfahrt haben die Jünger Abschied genommen von Jesus, wie sie ihn alle gekannt haben.

Nun schicken Gott, Vater und Sohn etwas Neues vom Himmel,

das in die Zukunft weisen wird und allen die Erkenntnis der Wahrheit bringen soll.  Diesen neuen Wegen sollen die Jünger und Jüngerinnen vertrauen.

Wir singen das Lied EG 395,1-3 („Vertraut den neuen Wegen…“)

 

Lied: EG 395,1-3

Liebe Leser und Leserinnen!

Vertraut den neuen Wegen…

Das ist leichter gesagt, als getan:

Da brauchen wir fast überall einen Mund-Nasen-Schutz.

Da müssen wir sehr sorgfältig Abstand halten.

Da dürfen wir einander nicht berühren, weder beim Begrüßen

noch beim Tschüss-Sagen.

Und zugleich geht´s in den Schulen wieder los,

in fast allen Läden,

in den Automobil-Werken,

beim Friseur,

in den Banken und Sparkassen

und seit Kurzem auch in den Kirchen, allerdings ohne Singen, ohne Hände-Auflegen zum Segnen, ohne Chöre, ohne Abendmahl;

aber mit Musik, mit Ansprachen, mit Gebeten

und mit dem Gefühl, mit seinem Glauben nicht allein auf der Welt zu sein,

sondern sich endlich als Gemeinde mit anderen Christenmenschen

auch wieder zum Gottesdienst versammeln zu können…

… Alle müssen nun neue Wege ausprobieren:

Die Schülerinnen und die Lehrer,

die Frisöre und ihre Kundinnen,

die Restaurant-Betreiberinnen und ihre hungrigen Besucher,

die Diakoninnen und ihre Konfis, wenn es auch da bald wieder

losgeht…

Das ist mühsam, aber man lernt tatsächlich ja auch fast täglich etwas dazu,

und sei es, wie man ein Pastorenfrühstück als Video-Konferenz abhält,

nur dass jeder nun für das eigene Frühstück am Computer selber sorgen

muss.

Die Corona-Krise ist belastend für fast alle Mitbürgerinnen und Mitbürger.

Und die Welt wird auch nach der Krise nicht mehr wieder dieselbe werden, die sie gewesen ist.

Das ist an ganz vielen Stellen schade, aber an manchen Stellen wird es dadurch auch Verbesserungen geben, und sei es,

dass weniger Dienstreisen kreuz und quer durch die Welt nötig sein werden, weil man gelernt hat, auch anders gut miteinander Sach-Themen besprechen zu können.

Fassen wir Mut! Geben wir dem Heiligen Geist in dieser Welt eine Chance! Wagen wir den Aufbruch in eine andere Zeit!

Im Beruflichen, im Wirtschaftlichen und natürlich auch bei der Kirche!

Möge Gott uns dabei helfen und behüten! Amen.    

 

 

Lasst uns beten!

Herr, unser Gott,

hilf uns in diesen komplizierten Tagen und Wochen,

den Überblick zu behalten,

diszipliniert zu bleiben und

zugleich mit Zuversicht in die Zukunft zu starten!

Lass uns weiterhin die Kontakte zu den Menschen halten und vielleicht noch ausbauen,

die uns immer schon wichtig waren oder uns in der Krise wichtig geworden sind, vor allen auch zu solchen, die uns einsam vorkommen.

Erneuere unsern Glauben täglich neu

und gib uns Schwung für die Aufgaben und Erfahrungen,

die nun vor uns liegen.

Lass uns immer wieder deine hilfreiche Gegenwart spüren!

Sei bei denen, die unter Quarantäne stehen

oder in Krankenhäusern sind

als Patienten oder als medizinisches Personal.

Gib auch ihnen Kraft, warme Gedanken und ein gutes

Durchhaltevermögen!

Das alles bitten wir dich

und noch manches mehr, was wir dir, Gott, jetzt auch noch in der Stille sagen können…

   … gemeinsam sprechen wir:

Vater unser im Himmel,

geheiligt werde dein Name;

dein Reich komme;

dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute;

Und vergib uns unsre Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern!

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit

in Ewigkeit. Amen.

 

So segne und behüte euch der dreieinige Gott,

der Vater, der Sohn und der Heilige Geist!

Amen.

 

 

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